Babylon’s burning – Arbeitskampf und Gewerkschaftsverbot

Dienstag
2
Februar

Wir informieren euch über die Auseinandersetzungen bei Babylon sowie den aktuellen Stand zum Gewerkschaftsverbot.
ab 19 Uhr 30

Das Berliner Traditionskino „Babylon Mitte“ ist für sein alternatives
anspruchsvolles Programm bekannt. Das halbkommunale Programmkino im aufwendig restaurierten und Denkmalgeschützten Spielort wird als einziges freies Kino der Stadt vom rot-roten Senat unterstützt und behauptet sich trotz Krise gut. Leider hat sich dieser Erfolg bisher nicht auf die Arbeitsbedingungen übertragen. Die Angestellten haben die
Dinge in die eigenen Hände genommen. Sie haben genug von der schlechten Bezahlung (5,50 bis 8 Euro pro Stunde), befristeten Arbeitsverträgen, Kündigungen unmittelbar vor Ablauf der sechsmonatigen Probezeit etc.

Einige MitarbeiterInnen beschlossen, sich gewerkschaftlich zu
organisieren und traten der Freien Arbeiterinnen und Arbeiter Union (FAU) bei. Nach einem turbulenten Start und der versuchten Kündigung mehrerer Gewerkschafter legte die FAU am 6. Juni 2009 einen Entwurf für einen Haustarifvertrag vor. Die Geschäftsleitung erklärte daraufhin, sie erkenne die FAU als Verhandlungspartner nicht an und versucht ihre Interessen mit Polizeigewalt und Justiz durchzusetzen.
Das Berliner Landgericht hat der FAU Berlin das Recht abgesprochen, sich Gewerkschaft zu nennen – was einem de facto – Gewerkschaftsverbot gleich kommt.

Wir informieren euch über die Auseinandersetzungen bei Babylon sowie den aktuellen Stand zum Gewerkschaftsverbot.

Veranstaltung der FAU Braunschweig
www.fau.org/ortsgruppen/braunschweig/

fau-berlin-verboten

2. Februar 2010

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