Rogue Steady Orchestra + Love A + Koeter

Mittwoch
8
Mai

Einlass: 21:00 Uhr
Ska + Punk
http://schurkenska.de/
http://love-a.de/
http://kkoeter.com/

Love A:

Minimalismus trifft Melodie irgendwo zwischen Punk, Indie, NDW und Pop – das ist der Klang von Love A. Seit Anfang 2010 überzeugt die Band aus Trier mit einem Sound, der eine unverkennbare Handschrift trägt; Jörkks Gesang, der zwischen nahender Hysterie und Spoken Words pendelt, und Stefans Gitarre, die ganz untypisch für Punk völlig unverzerrt daherkommt, prägen diesen Charakter.
Mit ihrem zweiten Longplayer „Irgendwie“, der am 12. April auf Rookie Records erscheint, liefern Love A 13 mal sperrige, mal eingängige Songs mit intelligenten Texten ohne plumpe Phrasen und seichtes Befindlichkeitsgetue. Diesen Vier gelingt es, der Welt geistreich und unterhaltsam, hier charmant, dort erbarmungslos ihre Unzulänglichkeiten entgegenzuschrein.
Das Intro sprach beim Debüt von „den Landesbesten ihres Genres“, die Hamburger „Morgenpost“ pries Love A als Geheimtipp auf dem Reeperbahnfestival 2012 an.
Love A spielen seit 2010 mehr als 100 Live-Shows und begeistern die Besucher mit ihrem charmanten Repertoire von stylisch bis rotzig, irgendwie zeitgemäß, irgendwie aber auch unangepasst und vor allen Dingen weder um das eine noch um das andere bemüht. Diese Band muss man einfach live gesehen haben.

13.05.08.Nexus.Love-A

Rogue Steady Orchestra:

– 18-händiger Schurkenska aus Göttingen –

RSO stehen für kraftvollen und inspirierten Ska-Punk jenseits von Easy-Listening und Belanglosigkeit.

Anstelle des für diesen Sektor üblichen Gute-Laune-Breis wird in meist deutschsprachigen Texten und unmissverständlichen politischen Statements klar Stellung bezogen – gegen den kapitalistischen Mainstream im Allgemeinen und die deutschen Hässlichkeiten im Besonderen.

Hintersinnige Themen wie der letzte Filmriss, der pickelige Nebenbuhler, Vollgas auf der A44 oder andere Männerphantasien werden bei RSO nach Zusatzklausel F der Bandsatzung seit drei Alben schonungslos ausgespart.

Ob totschlagende Neonasen, staatlich konzertierte Repression, die trügerische Wärme des eigenen Moralmäntelchens oder ungezielte Massenentledigung an den Burggräben Europas – RSO zielen genau dahin wo’s weh tun muss, ohne sich mit Schwarz-Weiß-Schemen und Scherenschnitten aufzuhalten… immer spürbar auf der Suche nach Utopien und Streit.

So konsequent die inhaltliche Ausrichtung, so vielfältig gestaltet sich die Musik des Orchesters. Um bei tiefen Fahrwassern die nötige Wucht nicht zu verlieren, ist RSO jedes Mittel recht – rücksichtslos werden Stilelemente aus Ska, Punk, Swing, Reggae oder Rocksteady mit vollen Händen abgeschöpft und der musikalischen Verwertung zugeführt.

Musikalisch verfügt diese Band nach elf Jahren seit ihrer Gründung 2001 mittlerweile über mehr als nur ein Gesicht.
Bei aller Vielschichtigkeit zieht sich der Wunsch, den bestehenden Verhältnissen lieber ein Bein zu stellen als den Rücken zuzukehren als roter Faden durch die Songs von RSO. Dementsprechend kann gesagt werden, dass diese Band für einen Tag wie den 8.Mai geradezu prädestiniert ist.
Also: wer nicht feiert hat verloren.

13.05.08.Nexus.Rogue_steady_orchestra

Koeter:

… kommen aus der Provinz Mönchengladbach und Köln und haben den Punk noch nicht verraten. Aber fast.
Klingt wie? Ein Schlagzeug, ein Bass, zwei Gitarren. Und nach Mut zur Lücke. Öfter mal ausklingen, öfter mal was weglassen. Reduktion!
„Und selbstredend trotzdem etwas abgewetzt, quasi wie mit Schleifpapier über die Flohmarkt-Kommode.“ (Flight 13)
„Kluger Punkrock ist das eigentlich noch immer; die Melodien sind nun eben stärker betont als bei der Vorgängerband ‚Nein Nein Nein‘ und die Geschwindigkeit wurde schwer gebremst. Dazu haben sie noch einige schöne Indie-Schrammelriffs genommen und herausgekommen ist ein ganz großartiger Indie und Punk Sound mit Wurzeln tief im Punk verankert.“ (Trust).

8. Mai 2013

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