Supershirt + Captain Capa

Samstag
31
August

Elektro
Einlass ab 21 Uhr.

Da haben wir mal wieder ein besonderes Schmankerl für Euch parat: Supershirt und Captain Capa auf einen Abend.

Supershirt (D) Berlin:
Supershirt – laut, clever, politisch und mit einem bisweilen brachialen Humor ausgestattet, der direkt ins Herz trifft, wenn man denn eines hat. Die drei gebürtigen Rostocker Timo Katze, Faxe System und Tim Brenner mischen auf ihren Platten Indie, HipHop und Elektro zu einem Gebräu, das sie, um der Katalogisierung zu entgehen, Alkopop nennen. Die Beats fordern Dich zum Tanzen auf, die Texte laden Dich auf ein Bier zur Diskussion am Tresen ein, und plötzlich zieht der Bass Dir von hinten eine über. Sowohl textlich, als auch musikalisch ist kaum etwas so gemeint, wie es da steht, Fall- und Hintertüren sprühen Supershirt an jede Wand – da kann die Ironie noch so oft für tot erklärt werden.
Live fackeln die Wahlberliner seit 2007 die Bühnen von Hamburg bis Wien mit einer druckvollen Show ab, die mit Spielfreude, Witz, Spezialeffekten und nicht zuletzt der strahlenden Präsenz von Frontmann Faxe System klotzt.
Am 30. September erschien ‘Kunstwerk’ beim Familienbetrieb Audiolith, der das hanseatische Dreigestirn auf eine ellenlange Tour durch den deutschsprachigen Raum schickt.

Captain Capa (Bad Frankenhausen / Thüringen):
Captain Capa, das sind Hannes Naumann und Maik Biermann. Als Sandkastenfreunde schlagen sie sich seit jeher durch die Abenteuer der Thüringer Waldprovinz. Gemeinsam werden die Buddys aus dem beschaulichen Kurort “Bad Frankenhausen” zwischen Videospiel und Garagenpunk groß, bevor sie sich später zusammen in elektronische Gefilde wagen und eine Liebe für große Melodien auf knackigen Beats entwickeln.
Dass Großstadt-Trouble und Hochhaus-Skyline nicht zwingend nötig sind, um sich selbst an elektronischer Popmusik zu vergreifen, beweisen die zwei als sie 2007 ihre Ersparnisse in Sequencer und Synthesizer stecken und eine EP zusammenschustern, die arglos zwischen Sci-Fi-Techno und Emo-Pop umhergeistert.
“These Fights Are Never Over” erscheint auf dem kleinen DIY-Label “Cobretti Records” und wird als Geheimtipp gefeiert, bevor im Mai 2009 das erste Album ansteht. Gemischt, glattgebügelt und wieder aufgerauht von Norman Kolodziej, seines Zeichens Master of Elektrobolz bei Der Tante Renate und Bratze, sahnt “Tonight Is The Constant” als eingängiger Highspeed-Pop bei Kritikern und Publikum ab. Der Longplayer begeistert mit Nurave-Keule, gefühlvollen Elektro-Eskapaden und einem Gesang, der sich nicht so recht zwischen den Emocore-Brettern der frühen 2000’er und dem Gänsehauch der Indie-Helden von der Insel entscheiden kann.
Mit dem Sound tausend geplagter Teenager-Seelen und einem starken Debut-Album in der Tasche ziehen Captain Capa durch die Lande, wo sie sich nicht selten die Bühne mit der Brut der Audiolith-Großfamilie teilen. Die Kollegen von Egotronic, Bratze, Frittenbude oder Juri Gagarin werden zu Freunden: es wird supported, geremixt und kollaboriert. Mit Supershirt, den großen Brüdern im Geiste, entsteht im Oktober 2010 die Split-EP “Tote Tiere”, die sich mit einem furiosen Feature-Titeltrack durch die Clubs brennt. Wenige Monate später wird die Band selbst in die Reihen des Label-gewordenen Wahnsinns aufgenommen. Mit “Saved My Life” veröffentlichen Captain Capa 2011 auf AUDIOLITH RECORDS eine konsequent dick aufgetragene Pop-Scheibe, auf der sich noch deutlicher zeigt, welche Einflüsse in Hannes Naumann und Maik Biermann stecken und schon immer nach Ausbruch schrien.
Auch wenn die große, weite Welt aus Captain Capas Strophen tropft und die Refrains verdächtig nach Stadtluft riechen, gewohnt wird immer noch in Bad Frankenhausen, unter dem schiefsten Kirchturm der Welt, im buntesten Haus des Landes. Scheiß auf Skyline!
20130831_CptCapa_Supershirt

31. August 2013