Nachbarschaftshilfe – let’s keep each other safe!

Praktische Solidarität gegen Vereinzelung – wir organisieren erneut direkte Nachbarschafts-Hilfe im Westlichen Ringgebiet – gesammelte Hintergrundinfos gibt es hier in der Rubrik “WRG solidarisch”.

🚲 Wir unterstützen bei Post- und Apothekengängen oder Einkäufen, damit Risikogruppen und ihre Angehörigen sicher Zuhause bleiben können.

✌️ Wir sind Aktive und Freund*innen des selbstverwalteten Kulturzentrums NEXUS und Bewohner*innen des WRGs. Viele von uns genießen das Privileg, nicht zu Risikogruppen zu gehören. Wir alle achten penibel auf die Einhaltung von Hygiene-Maßnahmen, um andere und uns zu schützen.

Wenn ihr Unterstützung benötigt, meldet euch gerne bei uns: 📧 am besten per E-Mail an nachbarschaft [at] dasnexus.de und ☎️ Montag bis Freitag von 15-18 Uhr zusätzlich telefonisch unter 0531 280 90 66.

☝️ Um die Telefon-Leitung nicht für (ältere) Hilfesuchende zu blockieren, bitte alle Unterstützungs-Angebote schriftlich per Mail schicken oder in die Facebook-Gruppe Coronahilfe Braunschweig eintreten. Dort werden stadtweite Hilfsgesuche verteilt.

👁️ Schaut bitte auch bei euch Zuhause genauer hin, wie es den Nachbar*innen geht. Wir empfehlen erneut 📋 Listen zum Eintragen von Hilfsbereitschaft und Supportbedarf im gut gelüfteten Hausflur aufzuhängen. Ebenfalls verweisen wir nochmal auf unsere zusammengestellten 📞🗣️ Hilfenummern, die wir aber auch nochmal explizit teilen werden.

Mit solidarischen Grüßen Euer NEXUS-Kollektiv & Friends

Uns geht’s gut

Hallo, wir möchten euch kurz eine “Wasserstandsmeldung” vom Nexus Braunschweig geben:

Wir werden alle Veranstaltungen bis einschließlich 15. Mai 2020 absagen. Ob (und in welcher Größenordnung) Kneipen, Konzerte, Partys, etc. ab Mitte Mai stattfinden können (bzw. verantwortbar sind), hängt von den aktuellen Entwicklungen rund um Covid-19 ab. Wir halten euch da auf dem Laufenden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist euch zu sagen: Aktuell fehlen uns natürlich Einnahmen, um die monatlichen Fixkosten zu zahlen, aber durch Rücklagen und durch Hilfe des Fördervereins für ein unabhängiges Kulturzentrum in Braunschweig ist die Existenz des Nexus in keiner Weise bedroht!

Ihr könnt allerdings Mitglied im Förderverein werden um das Nexus und die DIY-Kultur vor allem nachhaltig zu unterstützen und dadurch alternative kulturelle und politische Angebote in Braunschweig für möglichst jeden Geldbeutel zu ermöglichen.

Wir sehen uns aber in der privilegierten Lage, keinen Spendenaufruf starten zu müssen – aktuell gibt es genug Menschen, Inititativen und linke (Frei-) Räume, deren Existenz massiv bedroht ist. Supportet vor allem die und wenn dann noch was für uns übrig ist freuen wir uns natürlich auch!

Liebe Grüße vom Nexus Braunschweig
Bleibt gesund, bleibt solidarisch – wir freuen uns auf euch!

Nachbarschaftshilfe aus dem Nexus


Du brauchst wegen Corona-bedingter Einschränkungen Hilfe oder möchtest dich genauer über Nachbarschaftshilfe informieren? Schau in unserer Rubrik “WRG solidarisch” vorbei und teile dein Wissen gern.

*** Keine NEXUS-Veranstaltungen bis Mitte April ***

Liebe Leute,
es kotzt uns an,
… dass nur Freizeitveranstaltungen, die zur Erholung von der Lohnarbeit wichtig sind, sofort abgesagt werden.
… dass selbstverständlich Lohnarbeit weiterhin stattfindet.
… dass abhängig Beschäftigte sich in vollen öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit schleppen müssen, um irgendwie über die Runden zu kommen.

Dennoch ist uns (unabhängig von Verboten und Vorgaben) ein verantwortungsbewusstes Miteinander wichtig. Gerade dann, wenn der Coronavirus für eine*n selbst keine so große Gefahr darstellt, gilt es Verantwortung zu übernehmen und eine Verbreitung so gut es geht zu verlangsamen, damit die medizinische Versorgung erkrankter Menschen gewährleistet ist. Auch wollen wir den Virus nicht leichtsinnig an Menschen übertragen, bei denen eine Erkrankung kritisch verlaufen kann.

Wir sind ein nichtkommerzielles Projekt mit inklusivem Anspruch. Menschen sollen so barrierefrei wie nur möglich das Nexus besuchen und mitgestalten können. Das ist in der aktuellen Situation nicht mehr möglich, da Menschen mit Vorerkrankungen oder schwachem Immunsystem aus Selbstschutz Partys & Veranstaltungen meiden werden und müssen.

Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, alle Veranstaltungen im Nexus bis Mitte April abzusagen. Wir hoffen, dass wir ausgefallene Termine möglichst nachholen können.

Über Möglichkeiten solidarischer Praxis machen wir uns gerade Gedanken. Passt auf euch und eure Mitmenschen auf! ❤️

FÄLLT AUS! Elcassette // Wrackspurts // miGRRRäne F.

Achtung! Das heutige Konzert mit Elcassette, Wrackspurts und miGRRRäne F. fällt leider aus.

Nach mehreren Gesprächen mit den Bands, die eigentlich heute spielen sollten, sind wir zu dem Entschluss gekommen, das Konzert heute abzusagen. Wir sind übereingekommen, dass die Stimmung in den letzten Tagen bzgl. Corona massiv gekippt ist und allen nicht mehr wohl war bei dem Gedanken, das Konzert heute stattfinden zu lassen. Deswegen haben wir beschlossen, das Konzert spontan ausfallen zu lassen und hoffen, das es bald nachgeholt werden kann. Das tut uns sehr Leid und wir hoffen auf euer Verständnis.



Das Konzert mit Fjordwalker + ĬİĨ (Einseinseins) am 26.02 kann aus organisatorischen Gründen leider nicht bei uns stattfinden.
ĬİĨ bleiben zu Hause, aber für Fjordwalker konnte eine Ersatzlocation gefunden werden. Das Konzert findet in der Veränder.Bar in Wolfenbüttel statt. Alle Infos HIER


### Vorverkauf- Info ###

Der Vorverkauf ist beendet. Reservierungen und der Erwerb von Festivalbändchen sind nicht mehr möglich.
Für beide Tage gibt es noch Tickets an der Abendkasse. Kommt am besten pünktlich!


Am 30.12.2019 ist Dirk unerwartet und viel zu früh an den Folgen einer Krankheit verstorben. Er war ein langjähriger Mitstreiter und Mitgestalter, aber vor allem ein richtig guter Freund. Dirk hat uns nahezu von der Stunde Null an begleitet, mit uns gekämpft, gebaut, gefeiert und das Nexus mit Leben gefüllt. Dirk war immer zuverlässig da, wenn Hilfe, Rat oder Unterstützung gebraucht wurde. Er hat sich Problemen gestellt ohne wegzulaufen, hat vereinigt statt zu spalten. Wir sagen Danke!

Wir können uns überglücklich schätzen, so viel intensive Zeit mit dir verbracht und unvergessliche Erfahrungen mit dir geteilt haben zu dürfen. Du fehlst und wir vermissen dich.

Dirks Familie hat sich entschlossen, in seinem Sinne Spenden für Initiativen, die ihm sehr am Herzen lagen, zu sammeln. Spendet gerne an:

“Ärzte ohne Grenzen”
Stichwort: Trauerfall Dirk Reiß
IBAN: DE72 3702 0500 0009 7097 00
ODER:
“Bündnis gegen Rechts”
Sonderkonto Volkmann
Stichwort: Trauerfall Dirk Reiß
IBAN: DE75 2505 0000 0150 5679 64


Dass gewaltbereite Faschos quasi ungestraft durch die Justiz regelmäßig in Braunschweig von sich reden machen, kotzt uns an. Dass die AfD mit ihrem Bundesparteitag in Braunschweig Ende November einen Haufen von Rassist*innen in dieser Stadt versammeln durfte, ist ekelerregend. Deshalb wollen wir gemeinsam, lautstark und mit einer deutlichen Botschaft ins neue Jahr starten: Gegen rechten Bullshit jeglicher Form – gemeinsam und solidarisch für eine weltoffene Gesellschaft! In dem Sinne wird der Erlös der Veranstaltung an das Bündnis gegen Rechts gespendet, welches u.a. breite Gegen-Proteste gegen den AfD-Parteitag organisiert und koordiniert hat und auch sonst stetig durch das Organisieren von Protestaktionen in Braunschweig zeigt, dass rechte Umtriebe nicht geduldet werden. Also kommt am Samstag, den 04. Januar zum solidarischen Feiern ins Nexus! Gemeinsam für eine weltoffene Gesellschaft!
Einlass: 19:00 Beginn: 20:00
Eintritt: 7-10€


***Für das schöne Leben für alle Menschen – für vielfältige und kreative, aber vor allem gemeinsame, solidarische und entschlossene Gegenproteste Gemeinsam gegen den AFD-Bundesparteitag in Braunschweig. Wir lassen uns nicht spalten! Wir stehen zusammen – Schulter an Schulter, denn “wir woll’n die Freiheit der Welt und Straßen aus Zucker”! Also schnappt eure Lieblingsmenschen, Nachbar*innen, Kolleg*innen und seid dabei!*** ❤️🧡💛💚💙💜✊ Crash the Party: Autoritäre Sehnsüchte begraben!

Es folgt ein (unvollständiger) Rant mit Gedanken zur Kriminalisierung der Gegenproteste:

Tagtäglich gibt es rassistische, antisemitische und sexistische Gewalttaten, Übergriffe auf Journalist*innen werden zugelassen, der NSU-Komplex bleibt unaufgeklärt und die NPD nicht verboten (beides aufgrund der aktiven Mitarbeit des Verfassungsschutzes), extrem rechte Netzwerke in Bundeswehr und der hochmilitarisierten Polizei bleiben unangetastet und grundlegende Errungenschaften wie freiheitliche Menschenrechte werden Stück für Stück abgeschafft (z.B. durch die Asylrechtsverschärfungen und Neue POG). Die AfD speit im vermeintlich bürgerlichen Gewand die hinlänglich bekannten Positionen der Neuen Rechten mit dem altbewährten Konzept “Emotion und Sündenbockprinzip statt tatsächlicher, aber langfristiger Problemlösung” ins Internet und die Welt und schafft es, dass explizit menschenverachtende Inhalte wieder in den Bereich des als “sagbar” Deklarierten verschoben werden.

Extrem rechte Hardliner bedienen gleichzeitig konsequent die wissenschaftlich nicht haltbare “Extremismustheorie” 🧲 – den jahrzehntelang bewährten Kampfbegriff der Neuen Rechten – und bestimmen damit den öffentlichen Diskurs: “links = Gewalt und Steineschmeißen” und “rechts = frustrierte Jugendliche und besorgte Bürger”. Gleichzeitig wird der europäische Rechtsruck in Programm und Sprache von Parteien der konstruierten “Mitte” mit einem bereitwilligen Nachziehen nach Rechts (und vereinzelt sogar Überholversuchen) beantwortet und nichtkommerzielle (Schutz-)Räume linker Utopien und Selbstorganisation werden ausspioniert, kriminalisiert und zerstört – dem autoritären Charakter des Staates sind diese friedlichen Orte, an denen schönere Formen des Miteinanders ganz praktisch ausprobiert werden, ein Dorn im Auge.

Die bürgerliche “Mitte” ist der Extremismustheorie zufolge so etwas wie ein objektives, schwebendes Neutrum. Nur ist unsere Gesellschaft kein Vakuum, denn: nur weil ich mich nicht politisch positioniere, heißt das nicht, dass das keine politischen Auswirkungen hat. Alle Fragen und Themen, die viele Menschen betreffen, sind politisch: egal ob Zugang zu Bildung, Wohnraumknappheit, menschengemachter Klimawandel oder die Art, wie Arbeit organisiert wird. Wenn ich nichts gegen dagegen unternehme, wenn jemand vor meinen Augen gemobbt wird, bin ich nicht neutral, sondern Zuschauer’in oder Mittäter’in. Wenn ich nichts gegen rassistische Strukturen unternehme, von denen ich nicht betroffen bin, handle ich nicht neutral, sondern erhalte und stütze diese Strukturen und profitiere gleichzeitig selbst davon.

Die durch Kapitalismus bedingte Vereinzelung, der neoliberale Individualismus und rechte Ideologie sorgen aktiv für eine Spaltung der Menschen und macht sie deshalb umso verletzlicher. Wenn wir eins aus der Geschichte lernen können, dann, dass die Shoah, Porajmos sowie die massenhafte Verfolgung politischer Gegner*innen im Nationalsozialismus nicht möglich wurden, weil *Opfermythos* “Hitler die Massen verführt hat”, sondern weil die breite Masse der Gesellschaft es zugelassen hat, indem sie keinen Widerstand geleistet hat, als Rassegesetze erlassen und Nachbar*innen deportiert wurden, bis dieser Gegenprotest gar nicht mehr möglich schien.

Deshalb muss es heutzutage gerade an den Menschen sein, die nicht aufgrund von Kriterien wie der Farbe ihrer Haut tagtäglich rechten Angriffen ausgesetzt sind, sich solidarisch zu zeigen und über alle individuellen Unterschiede hinweg Zusammenhalt zu demonstrieren und auch konkret im sozialen Nahfeld zu unterstützen. Dazu braucht es breiten, vielfältigen, inklusiven und geschlossenen Protest in Sicht- und Hörweite der menschenverachtenden Demagog_innen. Und die Geschichte lehrt, dass es immer entschlossenen antifaschistischen Protest braucht. Die gut gemeinten Lichter- und Menschenketten der 1990er haben Neonazist_innen nicht von Pogromen abgehalten und auch Aktionen wie #wirsindmehr-Profilbilder dienen eher der Stärkung der eigenen Moral als dass sie die alltäglichen Übergriffe auf den Straßen verhindern. Verena Weidenbach verfasste neulich ein Plädoyer für die Stigmatisierung der AfD: Artikel bei zeit.de .

❤️🖤 Das (und noch viel mehr) im Blick, plädieren wir für vielfältige und kreative, aber vor allem gemeinsame, solidarische und entschlossene Gegenproteste gegen den Bundesparteitag der AfD in Braunschweig. Wir lassen uns nicht spalten! Wir stehen zusammen – Schulter an Schulter gegen Faschismus, Neonazismus, Rassismus, Antiziganismus, Sexismus, Sozialchauvinismus, Cis-Heteronormativität und völkischen Nationalismus, weil wir ein schönes Leben für alle Menschen wollen. ❤️🖤