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***Für das schöne Leben für alle Menschen – für vielfältige und kreative, aber vor allem gemeinsame, solidarische und entschlossene Gegenproteste Gemeinsam gegen den AFD-Bundesparteitag in Braunschweig. Wir lassen uns nicht spalten! Wir stehen zusammen – Schulter an Schulter, denn “wir woll’n die Freiheit der Welt und Straßen aus Zucker”! Also schnappt eure Lieblingsmenschen, Nachbar*innen, Kolleg*innen und seid dabei!*** ❤️🧡💛💚💙💜✊ Crash the Party: Autoritäre Sehnsüchte begraben!

Es folgt ein (unvollständiger) Rant mit Gedanken zur Kriminalisierung der Gegenproteste:

Tagtäglich gibt es rassistische, antisemitische und sexistische Gewalttaten, Übergriffe auf Journalist*innen werden zugelassen, der NSU-Komplex bleibt unaufgeklärt und die NPD nicht verboten (beides aufgrund der aktiven Mitarbeit des Verfassungsschutzes), extrem rechte Netzwerke in Bundeswehr und der hochmilitarisierten Polizei bleiben unangetastet und grundlegende Errungenschaften wie freiheitliche Menschenrechte werden Stück für Stück abgeschafft (z.B. durch die Asylrechtsverschärfungen und Neue POG). Die AfD speit im vermeintlich bürgerlichen Gewand die hinlänglich bekannten Positionen der Neuen Rechten mit dem altbewährten Konzept “Emotion und Sündenbockprinzip statt tatsächlicher, aber langfristiger Problemlösung” ins Internet und die Welt und schafft es, dass explizit menschenverachtende Inhalte wieder in den Bereich des als “sagbar” Deklarierten verschoben werden.

Extrem rechte Hardliner bedienen gleichzeitig konsequent die wissenschaftlich nicht haltbare “Extremismustheorie” 🧲 – den jahrzehntelang bewährten Kampfbegriff der Neuen Rechten – und bestimmen damit den öffentlichen Diskurs: “links = Gewalt und Steineschmeißen” und “rechts = frustrierte Jugendliche und besorgte Bürger”. Gleichzeitig wird der europäische Rechtsruck in Programm und Sprache von Parteien der konstruierten “Mitte” mit einem bereitwilligen Nachziehen nach Rechts (und vereinzelt sogar Überholversuchen) beantwortet und nichtkommerzielle (Schutz-)Räume linker Utopien und Selbstorganisation werden ausspioniert, kriminalisiert und zerstört – dem autoritären Charakter des Staates sind diese friedlichen Orte, an denen schönere Formen des Miteinanders ganz praktisch ausprobiert werden, ein Dorn im Auge.

Die bürgerliche “Mitte” ist der Extremismustheorie zufolge so etwas wie ein objektives, schwebendes Neutrum. Nur ist unsere Gesellschaft kein Vakuum, denn: nur weil ich mich nicht politisch positioniere, heißt das nicht, dass das keine politischen Auswirkungen hat. Alle Fragen und Themen, die viele Menschen betreffen, sind politisch: egal ob Zugang zu Bildung, Wohnraumknappheit, menschengemachter Klimawandel oder die Art, wie Arbeit organisiert wird. Wenn ich nichts gegen dagegen unternehme, wenn jemand vor meinen Augen gemobbt wird, bin ich nicht neutral, sondern Zuschauer’in oder Mittäter’in. Wenn ich nichts gegen rassistische Strukturen unternehme, von denen ich nicht betroffen bin, handle ich nicht neutral, sondern erhalte und stütze diese Strukturen und profitiere gleichzeitig selbst davon.

Die durch Kapitalismus bedingte Vereinzelung, der neoliberale Individualismus und rechte Ideologie sorgen aktiv für eine Spaltung der Menschen und macht sie deshalb umso verletzlicher. Wenn wir eins aus der Geschichte lernen können, dann, dass die Shoah, Porajmos sowie die massenhafte Verfolgung politischer Gegner*innen im Nationalsozialismus nicht möglich wurden, weil *Opfermythos* “Hitler die Massen verführt hat”, sondern weil die breite Masse der Gesellschaft es zugelassen hat, indem sie keinen Widerstand geleistet hat, als Rassegesetze erlassen und Nachbar*innen deportiert wurden, bis dieser Gegenprotest gar nicht mehr möglich schien.

Deshalb muss es heutzutage gerade an den Menschen sein, die nicht aufgrund von Kriterien wie der Farbe ihrer Haut tagtäglich rechten Angriffen ausgesetzt sind, sich solidarisch zu zeigen und über alle individuellen Unterschiede hinweg Zusammenhalt zu demonstrieren und auch konkret im sozialen Nahfeld zu unterstützen. Dazu braucht es breiten, vielfältigen, inklusiven und geschlossenen Protest in Sicht- und Hörweite der menschenverachtenden Demagog_innen. Und die Geschichte lehrt, dass es immer entschlossenen antifaschistischen Protest braucht. Die gut gemeinten Lichter- und Menschenketten der 1990er haben Neonazist_innen nicht von Pogromen abgehalten und auch Aktionen wie #wirsindmehr-Profilbilder dienen eher der Stärkung der eigenen Moral als dass sie die alltäglichen Übergriffe auf den Straßen verhindern. Verena Weidenbach verfasste neulich ein Plädoyer für die Stigmatisierung der AfD: Artikel bei zeit.de .

❤️🖤 Das (und noch viel mehr) im Blick, plädieren wir für vielfältige und kreative, aber vor allem gemeinsame, solidarische und entschlossene Gegenproteste gegen den Bundesparteitag der AfD in Braunschweig. Wir lassen uns nicht spalten! Wir stehen zusammen – Schulter an Schulter gegen Faschismus, Neonazismus, Rassismus, Antiziganismus, Sexismus, Sozialchauvinismus, Cis-Heteronormativität und völkischen Nationalismus, weil wir ein schönes Leben für alle Menschen wollen. ❤️🖤

Plenumsverschiebung

Bis auf Weiteres wird das Plenum nicht zu den bisherigen Zeiten stattfinden. Bei Bedarf wendet euch bitte per Mail an nexusplenum$at$dasnexus.de!

Solidarisch emanzipatorische Freiräume schützen und ausbauen
für das schöne Leben!❤✊


××× Auszug aus unserem Redebeitrag bei der Demo für kulturelle Freiräume * ×××
Der kapitalistische Zwang zur Verwertung durchdringt alle Lebensbereiche und reguliert auch die (Nicht-)Teilhabe von Menschen am öffentlichen Raum abhängig vom sozialen Status, denn die meisten Kultur- und Freizeitangebote sind kostenpflichtig. Eine regressive Ordnungspolitik der Innenstädte kriminalisiert und verdrängt zudem durch ein zur Stadtpolizei geupgradetes Ordnungsamt aktiv Obdachlose, Arbeitslose, Drogenuser*innen, Straßenmusiker*innen etc. aus dem “attraktiven” Stadtbild.

// Alternativen zur Alltagstristesse //
Umso wichtiger sind nichtkommerzielle, linke, soziokulturelle Projekte, um gemeinsam wunderschöne und spaßige Alternativen zum kapitalistischen Normalbetrieb (weiter-)entwickeln und erproben zu können. Kultur muss sozial gedacht werden und Schutzräume vom rassistischen, sexistischen, antisemitischen, klassistischen, heteronormativen Alltag bieten, solange das leider bitter nötig ist. Dieser Prozess braucht sichere Freiräume in den unterschiedlichsten Formen.

// Feinde der Freiheit und Feierei //

Aktuell zeigt sich der gesamtgesellschaftliche Rechtsruck deutlich in den offen faschistischen Angriffen auf soziale und autonome Zentren und Wagenplätze:
Brandanschläge in Frankfurt, nächtliche Überfälle in Salzwedel, Nicht-Verlängerung von Verträgen in Köln, Polizeipräsenz in Friedrichshain, gewaltvolle Räumungen durch eine hochgerüstete Polizei…

// Solidarität muss praktisch werden! //
Es sind immernoch reale Kämpfe und linke (Frei-)Räume müssen aktiv und entschlossen verteidigt werden. Dafür brauchen wir Zusammenschlüsse und breite Solidarität auch mit den kleinsten emanzipatorischen Projekten in abgelegenen Gebieten sowie mit den Menschen, die tagtäglich für deren Erhalt kämpfen und unermesslich viel Liebe, Zeit und Energie reinstecken!

Merci für die Tanzdemo bei bestem Wetter an die vielen schönen Menschen von Sonnensystem + Laut Klub + WagenplatzHossa + Hertzbeben + Organic Beats Festival + Schrill + Projekt Hansen-Werke + buero + LydaBuddah + Egooh alle Besucher*innen und Feiernden!

Leider kein Dank geht raus an intolerante Anwohner*innen!

… zugunsten der Bunten Hilfe

Nach längerer Pause ist es wieder soweit: Es wird wieder versteigert!
Wie immer versteigern wir zugunsten der Bunten Hilfe alles, was gespendet wird. Damit auch Menschen mit kleinem Geldbeutel mitbieten können, ist es auch in diesem Jahr eine amerikanische Versteigerung.

Die Sommerpause geht zu Ende!

Die neue Saison beginnt am Samstag (23Uhr) mit der zauberhaften Moshing on Rainbows Party. Bei dieser Gelegenheit wünschen wir alles gute zum ersten Geburtstag! Es ist wirklich toll, dass dieses Veranstaltungsformat so gut angenommen wird. ♥

#noNPOG – Nein zum PolG NDS

Woop-woop! Vielen Dank an die gut 800 Menschen, die (trotz vieler Konkurrenzveranstaltungen) heute in Braunschweig auf die Straße gegangen sind, um zu zeigen, dass sich gerade ein breites Bündnis gegen das neue Niedersächsische Polizeigesetz bildet. Merci beaucoup an alle Helfer*innen sowie das ehrenamtliche Koordinationskollektiv – ohne euch wäre das nicht durchsetzbar gewesen! Merci an die fabelhaften Kreativen von KLINSH für das Erstellen des sehr coolen Jingles! Merci an die Genoss*innen von In/Progress für die produktive gemeinsame inhaltliche Vorarbeit! Grüße gehen raus an Lüneburg und Hameln, wo es heute ebenfalls Demos gab. ♥

Wir müssen in den kommenden Wochen den Protest auch überregional massiv weiter ausbauen und sichtbar machen – also nutzt vorhandene Infoveranstaltungen, informiert eure Familie, Freund*innen, Kolleg*innen, uvm. und unterstützt auch den Aufruf (niedersachsentrojaner.de) – es geht uns alle an!

Wir sehen uns auf jeden Fall am 27.08. bei der Hamburger Gitter – Doku @Universum Filmtheater und hoffentlich gut vorbereitet und aufgestellt am 08.09. zur Großdemo: Nein zum Niedersächsischen Polizeigesetz #noNPOG in Hannover!

#noNPOG Nein zum PolG NDS *Don’t let the system get you down*

Sa, 18.08. NoNPOG Demo Braunschweig

Die Zeit rennt und das Thema geht uns alle an: deshalb sei hiermit nachdrücklich auf die NoNPOG Demo Braunschweig am kommenden Samstag hingewiesen. Dahinter steht ein breites gesellschaftliches Bündnis (in dem auch wir aktiv sind) und es gibt im Vorfeld als auch am Aktionstag (18.08.) selbst die Möglichkeit, sich genauer über diesen ebenso komplizierten wie autoritären Gesetzesentwurf zu informieren. Also schnappt eure Lieblingsmenschen, (Wunsch-)Familie und Nachbar*innen und kommt mit auf die Straße und zu den Veranstaltungen.

August Sommerpause und Baumonat

Vielen Dank an alle, es war wieder ein großartiges Sommerfest!
Wie jedes Jahr verabschiedet sich das Nexus den gesamten August in die Sommerpause und Baumonat. Wir genießen die Sonne, lassen das Jahr Revue passieren, bauen am Haus weiter und planen an der Zukunft im Allgemeinen. Hoffentlich sehen wir uns alle im September wieder und vielleicht hat der*die ein oder andere Lust beim Projekt Nexus mitzumachen, dann melde dich. Wir würden uns freuen.
Genießt den Sommer!